The Impossible Project: Für die Rettung der Polaroids

Polaroids: Jennifer Rumbach, Bild unten rechts Urban Outfitters
Ein trauriger Moment im Leben jedes Instant-Fotografen: Im Juni 2008 liess Polaroid offiziell das Ende der Produktion verläuten, nach der Konkursanmeldung 2001 wurden jetzt endgültig die letzten Fabriken geschlossen. Es gab eine Welle der Empörung, und wie es sein musste schnellten die Preise für die letzten Sofortbild- Kameras und Filme in die Höhe, Websites zur Errettung der Instant-Fotografie – darunter zum Beispiel Save Polaroid – baten um Hilfe.
Was bis dahin noch keiner wusste: Florian Kaps, leidenschaftlicher Sammler und der Mann hinter Unsealable (heute Polapremium), einem Shop für alles rund um die Sofortbild-Fotografie und der Online-Plattform polanoid.net, hatte die letzte Polaroid-Fabrik in Enschede aufgekauft. Mit Hilfe des ehemaligen Produktionsleiters Andre Bosman wollte er das scheinbar Unmögliche möglich machen und dort ansetzen, wo Polaroid aufgegeben hatte: neue Produktionswege für die Herstellung der Filme schaffen und so der Sofortbild-Fotografie neues Leben einhauchen.
The Impossible Project war geboren.
Das Team ist mittlerweile auf zwölf Mann angewachsen und verbringt seine Zeit mit der Entwicklung neuer Produktionsmethoden. Auch der Gründer von savepolaroid.com Dave Bias engagiert sich für das Projekt und aktuell unterstützt außerdem die amerikanische Bekleidungskette Urban Outfitters das Vorhaben mit dem Verkauf von ein paar der letzten Original Polaroid-Kameras sowie einer Gruppenausstellung in New York.
Darüber hinaus können auch Sie das Projekt mit dem Kauf eines T-Shirts direkt unterstützen.
Zum Weiterlesen:
Ausrangiert, Ausgestorben, Aufgestanden - Artikel von Jennifer Rumbach bei art-magazin.de