Architektur

Mensch, da’s ja ne Superbude!


Einen Mischung aus Hostel und Hotel wollte der Augsbuger Architekt Armin Fischer erschaffen, als er mit der Planung des Objekts im Hamburger St.Georgs Viertel begann. Und herausgekommen ist auch genau das: ein bisschen WG-Feeling gemixt mit dem Comfort eines Hotels, eine Superbude eben. Nicht zuletzt der Einsatz von ungwöhnlichen Materialien und die Zweckentfremdung von diversen Alltagsgegenständen sorgen für etliche Hingucker und auch Anregung für verschiedene DIY-Projekte für die eigenen vier Wände. So finden wir unter anderem Garderobenhaken aus WC-Saugglocken, Zeitschriftenhalter aus Mäusefallen oder Tische aus Wäschetrommeln. In Anlehnung an das Aushängeschild Hamburgs – den Hafen – wurden Sitzgelegenheiten aus Paletten und Seilen gefertigt. Jede Etage ist farblich anders gestaltet und man kann bei der Buchung seine Lieblingstönung vermerken. Auf der Website des Hotels gibt’s noch mehr Eindrücke der Zimmer und der Lounge. Sehenswert!


Im Schokoladenparadies

In Japan sind ausgefallene Ladenkonzepte gefragter als irgendwo sonst auf der Welt. Dieser Laden für Schokolade hier sieht fast so aus, als hätte Willie Wonka persönlich bei der Gestaltung seine Finger im Spiel gehabt. Mit einer Dekadenz, wie sie für Schokolade geradezu unabdingbar ist, tropft hier der flüssige Glücklich-Macher scheinbar von Wänden und Decke. Ein Paradies für alle schokoholics. Nur eben leider viel zu weit weg im fernen Land der aufgehenden Sonne… was sich jetzt im Zusammenhang mit Schokolade irgendwie nicht so gut macht.

via


Rahmenlos atemlos | Fenster, die die Augen öffnen

Ich muss zugeben: es ist mir schon mal passiert. Wie in einer Slapstick Komödie bin ich – BAM!! – voll gegen die Glastür gerannt. Es hat laut geknallt. Laut waren auch die Lacher von meinen Freunden, die allesamt im Garten versammelt saßen und gerade dieses Besser-als-Kino-Erlebnis auf meine Kosten hatten.
Deswegen schaue ich auf diese rahmenlosen Fenster auch ein wenig mit gemischten Gefühlen. Einerseits ist der Ausblick, der ungehindert auf die Welt da draußen fallen kann, schlicht und einfach atemberaubend. Andererseits: AUA.
Ein weiteres Missgeschick kann einem mit diesen Fenster allerdings nicht so leicht passieren, nämlich das man über die Schwelle stolpert. Dank des umlaufenden Rahmens, der bündig in Wand, Boden und Decke eingelassen ist, ist nur noch ein knapp zwei Zentimeter breiter Spalt zu sehen. So ergibt sich ein barrierefreier Übergang vom Innen- zum Außenbereich, selbst Übereck-Lösungen sind ohne Pfosten möglich. Und wer hat’s erfunden? Die Schweizer natürlich.

Alle Bilder und weitere Infos: www.sky-frames.ch
via Stylepark


Goldene Aussichten

Wilhemson | ArchitekturWilhelmson | ArchitekturWilhelmson | ArchitekturPur und praktisch: So kennen und lieben wir skandinavisches Design. Aber die Nordlichter können auch anders. Das schwedische Architektenbüro Wilhelmson hat gerade ein beeindruckendes Wohnprojekt entwickelt. In den Entwürfen für zwei Häuser vereinen die Schweden gekonnt skandinavische Geradlinigkeit mit barocker Fülle. Die großen Fenster der schlichten Wohnkuben sind golden eingerahmt und machen damit so manch musealem Renaissance-Meisterwerk Konkurrenz. Das imposante Projekt wird nahe Helsingborg in Schwedens Süden realisiert. Die Häuser mit jeweils sechs Etagen und insgesamt 14 Apartments à 100-170 qm werden einen Blick aufs Meer haben – goldene Aussichten also! 

Via


Abgehoben Wohnen: Baumhäuser der nächsten Generation

Architektur | Baumhaus | WohndesignArchitektur | Wohnideen | BaumhausArchitektur | Gartengestaltung | Wohnideen

Ein Baumhaus ist nur was für Kinder? Von wegen!  Diese Bilder beweisen das Gegenteil. Natürlich handelt es sich hierbei nicht mehr um das aus Brettern zusammengezimmerte Hüttchen, welches man wohl eher nur auf “eigene Gefahr” betritt, sondern um modernste Architektur. Sich den Traum von einem Baumhaus und damit einen Traum von Abenteuer und Freiheit zu erfüllen, ist der neueste Trend – auch für Erwachsene. Auf der Seite der Firma baumraum gibt es einige fantastische Beispiele zu betrachten. Das Team um Architekt Andreas Wenning realisiert auch Ihren Traum vom Häuschens im Grünen – einige Meter über dem Erdboden wohlgemerkt. Neben dem “einfachen” Kinderspielplatz sind sogar komplett bewohnbare Domizile mit Strom und Telefonanschluß möglich – Naturverbundenheit mit höchstem Komfort also.

Architektur | Wohnideen | BaumhausWer den Bau eines solchen Baumhauses doch lieber zu einem Eigenprojekt machen will, um mal ganz altmodisch ein bisschen Zeit mit den Kindern zu verbringen, der findet zum Beispiel auf hausgarten.net ein paar wertvolle Tipps und bei Amazon einige hilfreiche Bücher.


The Tower of Nagakin – ein Wohntraum aus Beton

Nakagin | Architektur im Tadenberg Blog
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© Kisho Kurokawa Architect & Associates. Photo: Tomio Ohashi.

Was von außen aussieht wie ein Stapel Waschmaschinen und von innen anmutet wie das Set eines James Bond Films aus den 70ern, ist eine der wohl futuristischsten und außergewöhnlichsten Architekturbauten des letzten Jahrhunderts. Kaum verwunderlich, das man dieses Monument visionärer Bauweise in Japan findet. Der Architekt Jin Hidaka zählt zu der in Japan entstanden Strömung der Metabolisten, deren Grundidee war, flexible, großräumige und ausbaufähige Strukturen zu entwickeln, die einen organischen Entwicklungsprozeß möglich machen sollten – in der Architektur, aber auch im Bereich Produktdesign.
Errichtet im Jahre 1972 ist der Nagakin Tower die Umsetzung einer wunderbaren und wundersamen Idee mobilen Wohnens. Die einzelnen Teile sind Kapseln und theoretisch voneinander zu lösen, um sie andernorts wiederauf zubauen. Aber nicht nur äußerlich ist das Gebäude modular, auch die jeweiligen Innenräume lassen sich individuell verändern und in Einzelteilen austauschen bzw. erweitern. Da solche Ideen meist zu visionär sind und die Umsetzung in der Realität nicht so einfach ist, steht der Turm auch kurz vorm Abriß – wenn sich nicht ein Konzept zur Erhaltung und Instandsetzung findet.

Via pingmac


Zaha Hadid für Alessi | Ein Stück Architektur im Wohnzimmer

Wohnaccessoire von AlessiContemp Art CenterBergiselBMW LeipzigMaggies Centre KirkcaldyPabellon Puente ZaragozaVitra Fire Station

Zaha Hadid ist die wohl bekannteste Architektin des letzten Jahre – ich übertreibe wahrscheinlich nicht, wenn ich sogar Jahrzehnte sage. Als eine der wenigen Frauen in der Architektenbranche hat sie es bis in die Oberliga geschafft, 2004 bekam sie dafür als erste Frau den Pritzker-Preis, den weltweit renommiertesten Preis im Bereich Architektur. Ihre Entwürfe sind visionär, futuristisch und vor allem avantgardistisch.
Trotz all ihrer künstlerischen Ambitionen verliert die Architektin nie das wichtigste aus den Augen: den Menschen. Schließlich muß dieser ja in und mit ihren Arbeiten leben, deshalb spielt Funktionalität für die Wahl-Londonerin eine große Rolle. Ihre Werke bereichern mittlerweile zahlreiche Museen, unter anderem in London und Frankfurt.

Klar, dass ihre Handschrift nicht nur riesigen Gebäuden vorbehalten bleiben darf und so verwundert es nicht, das Alessi ein paar Vasen bei Madame Hadid in Auftrag gegeben hat. Das Ergebnis ist unverkennbar das Werk einer Architektin, daß trotz seiner skulpturalen Wirkung ein Zusammenspiel mit seiner Umgebung eingeht – ganz einfach durch eine spiegelnde Oberfläche. Die Vasen tragen den Namen Crevasse, das englische Wort für Gletscherspalte. Der Grund für den Namen wird deutlich, wenn die beiden Vasen nebeneinander stehen: der leere Zwischenraum erinnert an eine Spalte. Hier zeigt sich eine weitere Eigenschaft einer guten Architektin: nicht nur neue Gebäude erschaffen, sondern auch den Platz dazwischen miteinzubeziehen.

Die Alessi Vase Crevasse ist bei Tadenberg erhältlich.

Weiterführende Links: Zaha Hadid Blog, Offizielle Hadid Site, Wikipedia über Hadid
Architekturbilder via Wikipedia


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