The Tower of Nagakin – ein Wohntraum aus Beton







© Kisho Kurokawa Architect & Associates. Photo: Tomio Ohashi.
Was von außen aussieht wie ein Stapel Waschmaschinen und von innen anmutet wie das Set eines James Bond Films aus den 70ern, ist eine der wohl futuristischsten und außergewöhnlichsten Architekturbauten des letzten Jahrhunderts. Kaum verwunderlich, das man dieses Monument visionärer Bauweise in Japan findet. Der Architekt Jin Hidaka zählt zu der in Japan entstanden Strömung der Metabolisten, deren Grundidee war, flexible, großräumige und ausbaufähige Strukturen zu entwickeln, die einen organischen Entwicklungsprozeß möglich machen sollten – in der Architektur, aber auch im Bereich Produktdesign.
Errichtet im Jahre 1972 ist der Nagakin Tower die Umsetzung einer wunderbaren und wundersamen Idee mobilen Wohnens. Die einzelnen Teile sind Kapseln und theoretisch voneinander zu lösen, um sie andernorts wiederauf zubauen. Aber nicht nur äußerlich ist das Gebäude modular, auch die jeweiligen Innenräume lassen sich individuell verändern und in Einzelteilen austauschen bzw. erweitern. Da solche Ideen meist zu visionär sind und die Umsetzung in der Realität nicht so einfach ist, steht der Turm auch kurz vorm Abriß – wenn sich nicht ein Konzept zur Erhaltung und Instandsetzung findet.
Via pingmac